Gemeinsam gegen Weservertiefung und für eine gerechte Landwirtschaft!
Vom 04.-07.06.2026 findet das zweite Wesercamp auf der Flussinsel Harriersand, gegenüber dem Braker Hafen statt. An diesem besonderen Ort werden wir zusammenkommen, um uns zu Themen rund um Wasser und Landwirtschaft auszutauschen. Wir wollen Netzwerke knüpfen und Handlungsoptionen entwickeln, sowohl auf lokaler Ebene, entlang des Wesereinzugsgebiets, als auch globale Aspekte einbeziehen. Dazu wollen wir uns strategisch bilden und gemeinsam eine gute Zeit verbringen, Kraft tanken und Öffentlichkeit schaffen.
Das Wesercamp ist gemeinschaftlich getragen von Aktiven aus dem BUND Wesermarsch, Klima*Kollektiv e.V., der Arbeitsgemeinschafts bäuerliche Landwirtschaft Niedersachsen/Bremen, Robin Wood, Fridays for Future Bremen und weiteren engagierten Einzelpersonen aus der Klimagerechtigkeits- und Umweltbewegung sowie der Landwirtschaft. Der Vorbereitungskreis ist offen und freut sich über Engagement.
Hintergrundinfos:
Die Weserinsel Harriersand gegenüber dem Braker Hafen ist ein wichtiger Knotenpunkt, an dem verschiedene Probleme konkret werden. Die Weservertiefung, industrielle Landwirtschaft und Futtermittelimporte sind eng miteinander verknüpft. Brake ist der größte Futtermittelimporthafen in Deutschland, hier landet vor allem genverändertes Soja aus Brasilien an. Dieses Soja steht in direktem Zusammenhang mit Regenwaldabholzung, Pestizidbelastung und der Vertreibung von Indigenen und Kleinbäuer*innen. Hier vor Ort füttern diese Sojaimporte eine industrielle Massentierhaltung die unser Grundwasser mit Nitraten und Medikamenten belastet, weshalb der Zustand der Gewässer und Grundwasserkörper in Niedersachsen bundesweit am schlechtesten ist.
Damit in Brake noch mehr Sojatanker anlanden können lobbyiert der Hafenbetreiber J. Müller für die nächste Weservertiefung, obwohl die Region immernoch unter den Folgen der letzten Vertiefungen leidet. Der Fluss und die Zuwässerungsgräben für die Wesermarsch sind versalzen und verschlickt, das Flussökosystem massiv beschädigt. Gleichzeitig schwächt jede weitere Weservertiefung den Hochwasserschutz für die Wesermarsch, Bremen und Oldenburg und das bei steigendem Meeresspiegel in der Klimakrise.
Das Wesercamp setzt genau hier an: Gemeinsam suchen wir nach Lösungen für den Schutz unserer Wasserressourcen und einer nachhaltigen Landwirtschaft, die Mensch und Umwelt dient, in regionalen Kreisläufen.


